Zughunde Kimba und Sally

>aufgrund des Alters der Hunde habe ich die Zughunde-Arbeit aufgegeben<

Der Bullmastiff als Zughund

Wer glaubt der BM eignet sich nur als Wachhund oder Familienhund der irrt gewaltig.

Ein BM liebt es Arbeiten und Aufgaben zu verrichten. Deshalb habe ich mich zur Zugarbeit am Böllerwagen entschieden, um seine Kräfte geziehlt einsetzen zu können und Kimba damit körperlich wie auch geistig auszulasten.

Einen Umbausatz für den Wagen habe ich mir anfertigen lassen. Das Zuggeschirr ist ein K9 Geschirr mit extra Felleinsatz am Brustbereich und breiter Rückenauflage. Zugleine, Hintergeschirr sowie Scherbaumschoner habe ich noch extra dazugekauft.

Zum Befestigen der Deichsel am Zuggeschirr habe ich mir ausgediente Ledergürtel zurechtgeschnitten.

Da Kimba bereits als Welpe an ein Geschirr gewöhnt wurde, hatte ich es ziemlich leicht ihn an das Aufzäumen zu gewöhnen.

Den Zug nach vorne war ihm bereits "angeboren".

Komandos wie "Lauf"und "Stop", "Bleib", "Rechts" + "Links" (funktioniert noch nicht ganz), sowie das Nebenherlaufen (Fuß gehen mit etwas Abstand zum Menschen, sodaß die Deichsel oder Wagen nicht in die eigenen Hacken kommen)  wurden durch frühzeitiges Training (Hundeschule) beigebracht.

Im Alter von ca. 18 Monaten habe ich Kimba dann an den Wagen gespannt und mit Hilfe eines normalen Halsbandes und Leine erstmal geführt um uns Beiden eine gewisse Sicherheit zu geben.

Vom Führen mit der Leine am Zuggeschirr halte ich übrigens gar nichts. Wie soll der Hund merken in welche Richtung er gehen soll wenn es gleichzeitig von Hinten zieht???

Mittlerweile kann ich Kimba alleine Nebenher laufen lassen.   Allerdings sind Temperaturen von über 20°C tabu für einen Molosser, denn dann macht es keinen Spaß mehr wenn der arme Kerl durch die Wärme mit dem Hecheln nicht mehr nach kommt.

Die Dogge als Zughund

Man könnte meinen Sally müßte sich durch ihren Berner Sennenhund Anteil besonders gut als Zughund eignen. Doch weit gefehlt, die Dogge macht ihr einen Strich durch die Rechnung.

Das Problem ist, daß sich Doggen schnell eingeengt fühlen. Dies ist auch bei Sally zu spüren. Auch flippt sie aus wenn man sie zu dicht am Halsband packt oder versucht sie an der Leine mit zu ziehen. Bei anderen Doggen habe ich dies auch schon beobachtet.

Deshalb ist es bei ihr schwer, sie an das Aufzäumen und die Deichsel zu gewöhnen und das Hintergeschirr tut ihr noch mehr das Gefühl geben, eingeengt zu sein und läuft erstmal ohne.

Bis sie sich wirklich daran gewöhnt hat wird wohl noch einige Zeit vergehen, wenn es überhaupt jemals klappen wird.

Sally hatte dieselbe Ausbildung wie Kimba erhalten.

 

 

 

 

 


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